Mai 14 2007
VERROTTE SCHNELLER, GENOSSE
Um der “Ethik”-Debatte noch ein Spänchen hinzuzufügen:
Neuerdings heißt die Devise sogar im Sarg noch:
VERROTTE SCHNELLER, GENOSSE.
Nicht nur, dass zu langsam und zu wenig flächendeckend verreckt wird, was die Rentenkassen etc. doch sehr erleichtern würde, nein, selbst im Grab wird noch zu ineffektiv vermodert. – Der Leichenmist hält zu lange.
Darum werden nun in Feldversuchen Schweinekadaver als Probanden verbuddelt und mit zersetzenden Pilzen versehen, damits doch etwas flotter geht – und es schneller Platz gibt in der Grube und man im Fall der Fälle nicht auf Ekelhaftes stößt, auf das man nicht mehr stoßen will. – Der nächste bitte… .
Das beigegebene Pilzgemisch hört auf den Namen “Rapid Rot”, wie ein “Zeit”-Artikel, wenn ich recht weiß vom 4.04.07, ausweist.
Die Toten “verwesen allzu langsam”, heißt es da.
Nun, dem muss doch abgeholfen werden. Damit kann man sich beschäftigen.
Die “standortabhängigen Ruhezeiten” schwanken zwischen sechs und dreißig Jahren.
Es kann also sein, dass man in sechs Jahren, gefälligst, vergammelt sein muss, damit die Sache eine Art hat und ordentlich vollzogen ist. Noch im Grab die Hacken zusammenknallen und : “Zu Befehl!” Und gefälligst ein bissel beeilt.
Was für eine Gesellschaft!
Wann kommt Soilent green?
Aber warum sollte ausgerechnet hier der Kosten-Nutzen-Zweckrationalitätsmüll Halt machen?
Eben!
Wie die Tagesschau heute meldet, macht man sich auch in Schweden Gedanken zu diesem Thema: