Der Kerzenhalter ohne Kerze, der einen Schatten wirft – gut getroffen.
Der Gipskopf hat ein schönes Blau im Hintergrund, er weckt bei mir kaum Assoziationen.
Max verändert sich, je länger man ihn anschaut, er pulsiert.
beim ersten bild ging es mir um die umkehrung eines räumlichen verhältnisses, nämlich des verhältnisses von vorder- zu hintergrund: auf dem foto erscheint der kopf vor der blauen schattenfläche zu schweben, wohingegen er in wirklichkeit hinter ihr aufragte. die blaue fläche mit dem schattenchaos der äste ist eine fensterscheibe, hinter der der gipskopf zu sehen war.
das zweite foto versucht eine licht-stimmung in einem romanischem kirchenschiff einzufangen. durch ein kleines rundbogenfenster fiel ein stark gebündelter sonnenstrahl auf den kerzenhalter, der seinen schatten auf eine weiß getünchte wand warf.
beim dritten bild ging es mir um die schrittweise auflösung der konturen durch eine möglichst helle lichtquelle: die schräg stehende, immer noch lichtintensive abendsonne trifft auf das profil meines kleinen sohnes und bildet seinen schatten auf der weißen tapetenwand. die ränder scheinen zu pulsieren, wie du richtig bemerkt hast. meine erste assoziation war eine spritituelle oder spiritistische: körperaura. aber soweit muß man es nicht treiben, mit dem herauslesen aus fotografischen gelegenheitsarbeiten, die allerdings den alltag auf eine etwas andere art bebildern.
Beim Gipskopf dachte ich zuerst an das Spiel der Äste im Hintergrund mit der Struktur auf dem Gipskopf.
Körperaura – das trifft es. Dass das Bild zufällig entstanden ist, sagt wenig darüber aus, ob das, was darauf zu sehen ist, Zufall ist. Vielleicht war es gerade der richtige Moment.
apropos max’ schattenbild: die situation hat sich zufällig ergeben, d.h. es wurde nichts gestellt oder in eine bestimmte position dirigiert. sobald ich aber die kamera zücke und abdrücke, versiegele ich den augenblick, mache aus seinem vorübergehen ein stillstehen, und aus dem zufall womöglich einen erinnerungswürdigen moment. nötig ist dafür allein ein offener sinn für unvorhersehbares.
eine tolle tolle hat er, auch im wirklichen leben. ein kraushaar sondergleichen. eine lockenpracht, von mädchen oftmals bewundert und beneidet.
hier allerdings wirkt sie unnatürlich vergrößert, da man die grenzen zwischen gesicht und haaransatz nicht ausmachen kann. es ist ja eher eine an den rändern diffuse (ober-)körperschablone, ein schatten eben, die/den wir hier sehen, noch dazu war sein kopf leicht von der sonne weggedreht, wodurch sich das sogenannte verlorene profil ergab. darüber könnte nun wieder ich, der vater, vieles spekulieren. was ich hier unterlasse. für mich ist es ein etwas anderes porträt des lütten. neben so vielen anderen.
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Der Kerzenhalter ohne Kerze, der einen Schatten wirft – gut getroffen.
Der Gipskopf hat ein schönes Blau im Hintergrund, er weckt bei mir kaum Assoziationen.
Max verändert sich, je länger man ihn anschaut, er pulsiert.
beim ersten bild ging es mir um die umkehrung eines räumlichen verhältnisses, nämlich des verhältnisses von vorder- zu hintergrund: auf dem foto erscheint der kopf vor der blauen schattenfläche zu schweben, wohingegen er in wirklichkeit hinter ihr aufragte. die blaue fläche mit dem schattenchaos der äste ist eine fensterscheibe, hinter der der gipskopf zu sehen war.
das zweite foto versucht eine licht-stimmung in einem romanischem kirchenschiff einzufangen. durch ein kleines rundbogenfenster fiel ein stark gebündelter sonnenstrahl auf den kerzenhalter, der seinen schatten auf eine weiß getünchte wand warf.
beim dritten bild ging es mir um die schrittweise auflösung der konturen durch eine möglichst helle lichtquelle: die schräg stehende, immer noch lichtintensive abendsonne trifft auf das profil meines kleinen sohnes und bildet seinen schatten auf der weißen tapetenwand. die ränder scheinen zu pulsieren, wie du richtig bemerkt hast. meine erste assoziation war eine spritituelle oder spiritistische: körperaura. aber soweit muß man es nicht treiben, mit dem herauslesen aus fotografischen gelegenheitsarbeiten, die allerdings den alltag auf eine etwas andere art bebildern.
Beim Gipskopf dachte ich zuerst an das Spiel der Äste im Hintergrund mit der Struktur auf dem Gipskopf.
Körperaura – das trifft es. Dass das Bild zufällig entstanden ist, sagt wenig darüber aus, ob das, was darauf zu sehen ist, Zufall ist. Vielleicht war es gerade der richtige Moment.
apropos max’ schattenbild: die situation hat sich zufällig ergeben, d.h. es wurde nichts gestellt oder in eine bestimmte position dirigiert. sobald ich aber die kamera zücke und abdrücke, versiegele ich den augenblick, mache aus seinem vorübergehen ein stillstehen, und aus dem zufall womöglich einen erinnerungswürdigen moment. nötig ist dafür allein ein offener sinn für unvorhersehbares.
Da hat Max ja ne tolle Tolle! Sieht aber sehr dünnhalsig aus.
eine tolle tolle hat er, auch im wirklichen leben. ein kraushaar sondergleichen. eine lockenpracht, von mädchen oftmals bewundert und beneidet.
hier allerdings wirkt sie unnatürlich vergrößert, da man die grenzen zwischen gesicht und haaransatz nicht ausmachen kann. es ist ja eher eine an den rändern diffuse (ober-)körperschablone, ein schatten eben, die/den wir hier sehen, noch dazu war sein kopf leicht von der sonne weggedreht, wodurch sich das sogenannte verlorene profil ergab. darüber könnte nun wieder ich, der vater, vieles spekulieren. was ich hier unterlasse. für mich ist es ein etwas anderes porträt des lütten. neben so vielen anderen.