Dez 08 2007

Lissabon II

Published by at 3:55 pm under sur l'eau

Elevator

elevator

 

Fassade

fassade

 

Gasse

gasse

 

Ausblick

ausblick

 

Fassade mit Wäsche

fassade mit wäsche

 

Pessoa

pessoa

 

Dächer

dächer

 

Laterne

laterne

11 responses so far

11 Responses to “Lissabon II”

  1. Helmut sagt:

    Wirklich tolle Bilder, gefallen mir sehr gut.
    Atmosphäre und Blicke in die Stadt, die einen Eindruck vermitteln, wies vor Ort aussieht.

  2. wolf-dieter sagt:

    Dem Lob kann ich mich nur anschließen. Besonders das zweite Bild “Fassade” gefällt mir, da es mit dem blauen Himmel über den Häusern und dem Rundbogen im Durchgang sehr stimmungsvoll die Atmosphäre einfängt. Beim “Ausblick” ahnt man, dass das Meer nicht weit sein kann. Die “Fassade mit Wäsche” spielt mit der Wäsche und den Balkonen, dazu kommen die Sat-Schüsseln. Die Lampe darauf ist ähnlich der Laterne auf dem letzten Foto?

  3. Helmut sagt:

    …warten auf Erleuchtung…

  4. uwe sagt:

    vielen dank für die blumen. hier noch ein paar assoziationen und infos zu den fotos von meiner seite.
    elevator – der historische aufzug, ende des 19.jh. eingerichtet, der an verschiedenen stellen die unter- mit der oberstadt verbindet. fassade – der charme des maroden, ein ästhetischer reiz des gesamten stadtbildes, freilich nur für den, der nicht darin wohnen muß. die anwohner dieses armen stadtteils, der alfama, der noch maurischen ursprungs ist, können nur wenig mit ihren sprechenden mauern anfangen, die für den touristischen blick gerade einen reiz darstellen. nicht selten wurde ich bei meinen fotos kritisch beäugt, nie aber abweisend oder unfreundlich. sie haben sich mit den massen, die durch ihre engen gassen ziehen und auch einige euro in den geschäften lassen, arrangiert. gasse – wieder in der alfama, ein buntfarbiges, hügeliges gassenlabyrinth das ganze viertel, in dem man sich einfach nur treiben lasen sollte, ziellos auf und ab schlendernd und die vielen abwechselnden durchblicke genießend. schön auch der kontrast dieser lichtarmen und engen gassen mit der boulevardesken weite der straßen in der unterstadt (siehe straßenflucht-foto). ausblick – läßt das nahe meer ahnen, das ohnehin als würziger duft in der luft liegt, und das licht ist einmalig, es läßt alles ungemein plastisch und klar hervortreten. fassade mit wäsche – hier war es das spiel der gereihten balkone mit der wäsche und den schüsseln, bildfüllend, nur ein fitzelchen himmel oben rechts. die wäsche (und ihr duft) ist allgegenwärtig in den straßen, sie wird zum trocknen herausgehangen und sie scheint die fassaden wie ein bunter flickenteppich zu beleben. pessoa – ein fliesenbild in dem cafe in der baixa, der unterstadt, direkt am großen empfangsplatz, der sich zu dem fluß hin öffnet. dort nahm pessoa täglich seinen “saft” zu sich und pflegte seine saudade, jenes spezifisch portugiesische lebensgefühl, einer mischung aus fern- und heimweh, am besten mit sehnsucht übersetzbar. dächer – noch in der ärmlichsten behausung, und davon gibt es reichlich in lisboa, röhrt ein fernseher vor sich hin, den man bis auf die straße hören kann. laterne – um 1900 wurden die straßen lissabons erleuchtet von diesen schönen laternen, die sich im gesamten alten stadtgebiet befinden. sie werfen auf die bröckelnden mauern ihre bizarren schatten, unvergeßlich.
    so viel, so wenig von meiner seite. lg, uwe.

  5. Helmut sagt:

    Danke für die Erläuterungen, die den Fotos Aspekte und Informationen hinzufügen, die sie sonst nicht hätten – scheint mir nur eins zu bleiben: Hinzufahren.
    Aber vielleicht doch eins noch: Du sprichst das Marode und die Armut an – von gewissen Bettlern abgesehen aber scheint sie nicht zu dominant oder auf krasse Weise ins Auge zu treten? – Oder dann nicht, wenn man nur als genießender Tourist unterwegs ist? Oder kommts auf Viertel an? Hattet Ihr auch mal Gelegenheit mit Einheimischen zu sprechen?
    Und wie steht es mit Buchläden, Restaurants, Museen? Kann man gut essen – und was und zu welchen Preisen? Gibt es evtl. auch Bücher – Zeitungen wohl eher – auf deutsch, englisch…? War gerade die eine oder andere gute Ausstellung zu sehen?

  6. uwe sagt:

    das marode sieht man überall in den alten stadtteilen, vor allem in dem schlechten zustand der häuser, für die touristen zu sehen an den schmutzigen und zerfallenden fassaden. wie es im innern aussieht, ist zu ahnen. es ist mit venedig zu vergleichen: die schönheit vergehender pracht. natürlch gibt es auch die neueren stadtteile für die reichen und besserverdienenden. dort herrscht, wie in anderen großstädten auch, sauberkeit und der glanz wohlerhaltener häuser und gepflegter gärten. die armut ist in bestimmten stadtteilen vorherrschend, der alfama z.b. das sanierungsprogramm für die wohnungen läuft seit den 80er jahren, ist in teilen schon umgesetzt mit dem ziel, die bevölkerungsstruktur zu erhalten, d.h. die mietpreise nicht steigen zu lassen. das elend auf den straßen erkennt man – wie andernsorts auch – vor allem an den vielen bettlern und obdachlosen. aber auch die vielzahl der fliegenden händler, der schuhputzer, maronenverkäufer und scherenschleifer zeugt von einer breiten ärmeren bevölkerungsschicht. diese kommen tagsüber aus den vororten in die innenstadt, um ihr brot zu verdienen. mit einheimischen konnten wir nur auf der taxifahrt zurück zum flughafen sprechen. der fahrer konnte deutsch und hat uns ausgiebig sein leid über die korrupte klasse der politiker geklagt. buchläden habe ich einige gesehen, schöne in altem ambiente und mit einer großen bücherpalette. zeitungen konnte man in jeder sprache erwerben, wenn gewünscht. zum essen kann ich sagen, daß es möglich ist auf allen preisebenen: wir haben in einem viersterne-restaurant für gutes geld sehr lecker essen können, aber auch leichte snacks in der innenstadt für wenig geld, oder nationalgerichte auf der gegenüberliegenden tejo-seite in einer kleinen bar – alles möglich, und meist zu tolerablen preisen, je nach anspruch. museen haben wir auch besucht, zum einen das nationalmuseum mit einer sehr guten sammlung von gemälden aus dem 14. bis zum 18. jh., darunter die versuchung des hl. antonius von bosch. sehr apart und die phantasie belebend. zum anderen waren wir noch im gulbenkian-museum, wo wir einige rembrandts, turners und vergleicbares bestaunen konnten. die museen, wie auch die kunstschätze in den kirchen und klöstern sind phänomenal und sehr sehenswert. so viel zu deinen nachfragen. hinfahren und staunen: es liegt eine ganz eigene stimmung über der stadt, vor allem, wenn man wie wir so viel glück mit dem wetter hat. das eigentümliche ist das ruinöse neben dem megalomanen, das ärmliche neben dem prächtigen, das nahe neben dem fernen, das enge neben dem weiten usw. in den möglichen gegensätzen, die man an diesem ort erleben kann. und das besondere ist, daß die stadt auf sieben hügeln verteilt liegt und man von jedem dieser aussichtspunkte einen anderen und neuen überblick über das buntfarbige, kleinteilige häusermeer haben kann. lg, uwe.

  7. wolf-dieter sagt:

    Hinfahren und staunen – zwei gute Anregungen. Für einen, der aktuell kaum dazu kommt, einen längeren Kommentar zu schreiben, immerhin eine Perspektive.

  8. uwe sagt:

    hallo w-d!
    was treibt dich denn so um, daß du dich kaum zu einem kommentar hinsetzen kannst? der vorweihnachtliche oder der normalberufliche streß? – ich denke, du kannst die letzten 7 oder 8 bilder jetzt reinstellen, dann hast du jedenfalls was zu schauen. damit soll es dann auch beendet sein, das lissabon-kapitel.
    liebe grüße, uwe.

  9. wolf-dieter sagt:

    Hallo Uwe, es ist nur die normale Vorweihnachtszeit:
    Den Wagen mehrmals in die Werkstatt bringen, die Tochter zur Freundin und zum Konzert fahren, die Wohnung aufräumen, Termine abmachen, erledigen und verpassen, Geschenke überlegen und besorgen, den Januar mit Max-Ophüls Festival planen etc.
    Meine Tochter hat seit einiger Zeit ein eigenes Blog, das von ihren Freundinnen hauptsächlich zum Chatten genutzt wird. Ich begleite sie und die Seite dabei. Es gibt auch einen Adventskalender im Netz, das wäre ggf. auch was für Max, wenn er Türchen öffnen will. Vielleicht hat Helmuts Tochter auch Spaß daran.

    Die Bilder habe ich gestern fertig gemacht, der Beitrag kann gleich online gehen.

  10. Helmut sagt:

    Ja wo isser denn? – Kann man ihn einsehen?

  11. wolf-dieter sagt:

    Na bei hari-lu-und-du.de und dann in der rechten Spalte unter Adventskalender.

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