Mai 12 2008

In Pfützen geguckt

Published by at 10:44 am under sur l'eau

In Pfützen geguckt 1

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In Pfützen geguckt 2

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In Pfützen geguckt 3

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7 responses so far

7 Responses to “In Pfützen geguckt”

  1. uwe sagt:

    Schönes Licht, interessante Farben und ungewöhnliche Formen. Beim zweiten kam mir die Assoziation eines einäugigen Ungeheuers (der Lichtpunkt stammt doch von der Sonne, oder?). Bei diesem Foto kann man übrigens das Medium, in dem die Formen erscheinen, spüren, was bei den beiden anderen nicht der Fall ist. Diese bleiben gegenständlich unbestimmt, werden durch Lichtreflexe und die Zufallsformen des Schlamms und der Blätter beherrscht. Es sind für mich vornehmlich Oberflächen, fast ohne Tiefe, in einer changierenden monochromen Farbigkeit und wie mit einem unsichtbaren Lichtfilm überzogen, ein Effekt, der wahrscheinlich durch das klare Pfützenwasser hervorgerufen wird. Die Schönheit im Kleinen, Nebensächlichen, Alltäglichen und deshalb vielleicht oft übersehenen. “Andacht zum Unbedeutenden”? (eine Formulierung von Sulpiz Boisserée, bezogen auf die Sammelleidenschaft der Brüder Grimm)

  2. Helmut sagt:

    Natürlich ist “Andacht zum Unbedeutenden” eine zutiefst sympathische Formulierung, die zudem noch nach Zen schmeckt.
    Aber an so etwas dachte ich im Moment des Fotografierens nicht. (Aber das wäre ja vielleicht auch eher ein Ausschlusskriterium)
    Pfützen sind eine kleine Wasserwelt für sich – oder können es sein, wenn man ein Auge darauf hat. In manchen tummeln sich Molche. Aber auch wenn es nur Blätter sind… Ihr am Weg liegen hat etwas, das mich anregte, GERADE mal hinzusehen.
    Ich fand schon, dass es da Tiefe gibt. Eine Mini-Unterwasserwelt. Ruhig, abgeschlossen, fast wie eingegossen. Tiefe auch durch das schwimmende Eichenblatt. Eichenblätter in Bezug mit Wasser erinnern mich unwillkürlich an Escher. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich meine, dass das Licht beim zweiten Bild nicht die Sonne, sondern der Blitz meines Fotos ist. Was man kaum erkennt: Habe eine Vogelspur fotografiert. Auch das hat ein bissel Tiefe – auch wenns nur eben pfützentief ist.
    Monochrom: Ja, das war merkwürdig, alles war mit einer Schlammschicht überzuckert. Vielleicht vormals Staub? Und egalisierte das Pfützenleben.
    Pfützen – vielleicht auch eine Kindheits-Reminiszenz?!

  3. uwe sagt:

    Während einer Regenperiode anfang diesen Jahres hatte ich einen kleinen Text zu Pfützen geschrieben. Ich stelle ihn hier als Ergänzung deiner Fotos ein. Vielleicht können wir dann weiter gemeinsam über die Faszination von Pfützen reflektieren.

  4. wolf-dieter sagt:

    Mir gefallen die Variationen der Schattenspiele und die Anordnung der Blätter. Zufällig gefunden, aber kaum zufällig so ins Bild gesetzt ergeben sie eine schöne Abfolge von Eindrücken. Die Vogelspur habe ich beim ersten Hinsehen nicht entdeckt. Ist es schon Andacht oder vielleicht nur ein Augenblick, um inne zu halten?

  5. Helmut sagt:

    Nein, man muss nicht von Andacht reden – der Begriff ist so religiös tingiert, das braucht es hier nicht, neutraler könnte man von Aufmerksamkeit fürs Unbedeutende oder für (verwaschene, vergessene) Spuren sprechen. Spuren aber sind mir schon wichtig, auf mehreren Ebenen. Und Spuren wollen nun mal gesucht oder bemerkt oder verfolgt werden. Spuren fordern also einen aufmerksamen Blick, der auch etwas im Augenwinkel oder etwas Unscheinbares erfasst.

  6. antonie sagt:

    Hallo Wolf!
    Diese Pfützenbilder sind höchst verblüffend…
    Überhaupt sind sehr viele schöne Bilder dabei.
    Bin noch nicht ganz durch mit Schauen, wollte
    aber schon mal einen Kommentar hinterlassen…

    Liebe Grüße
    Ann-Theres

  7. wolf-dieter sagt:

    Hallo Ann-Theres,

    danke fürs Loben, die Bilder hat Helmut gemacht. Wenn Du willst, kannst Du im Feld Website deine Adresse eintragen, dann kann man direkt auch deine Sachen aufrufen.

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