Jun 13 2008
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Beim ersten Bild ist die Perspektive klasse: Auf Maul und Nase liegend, und dann ein grünes Zuhause im Plastikbecher finden.
Der Schädel wirkt fast noch frisch, mich erinnert er – vielleicht durch das Grün? – nicht an Tod und Sterben.
Der Stiefel scheint mir seinerseits ein Fundstück zu sein, das der Finder zur sicheren Aufbewahrung verkehrt-herum platziert hat.
Die Dachsspur gefällt mir, weil sie in den Boden eingelassen ist und gleichzeitig aus ihm heraustritt. Sie wirkt urtümlich und wie gerade erst hinterlassen zugleich.
Kein Plastikbecher, es war ein Glas. Lag im Wald rum und es hatte sich, wie in einem kleinen Gewächshaus, Moos usw. angesiedelt. Hatte was heimeliges, ja.
Frisch ist der Wildschweinschädel nicht – sonst wäre er ja auch nicht grün. Er lag mitten auf dem (anscheinend selten begangenen Seiten)Weg. Stammte von einem jungen Schwein.
Was den Stiefel betrifft, ja, das sehe ich auch so.
Die Dachsspur ist ganz frisch – und optimal abgedrückt. Da brauchts einen bestimmten Untergrund – oder/und einen besonders fetten Dachs. Urtümlich: Ja, was für Krallen!
Für einen wie mich, der Wildschwein nur von der Speisekarte und vom Wildpark her kennt, geht die Assoziation beim Anblick von Grün in Richtung Frische – aber das scheint komplett falsch zu sein.
Das Biotop im Glas – aus Abfall entsteht ein winziger Schutzraum.
Bei der Dachsspur vermittelt die anwesende Spur, die man lesen kann, ganz plastisch einen Eindruck vom abwesenden Dachs – sehr schön.
Der abwesende Dachs gefällt mir – könnte auch ein Titel sein.
Der Schutzraum im Glas: Schön zu sehen, wie flexibel Natur sich verhält und sich anpasst.
Frische, das würde wohl bedeuten noch Blut- und Hautreste o.ä. Grün heißt: Veralgt und also schon eine Weile herumliegend. Auch fehlt ja bereits der Unterkiefer. Frisch und grün, das sind eher die Pflanzen…