Sep 25 2011

Weiben

Published by at 3:54 pm under sur l'eau

Weiben

2 responses so far

2 Responses to “Weiben”

  1. Helmut sagt:

    Es spinnt die Spinne unter der Regenrinne.

    Das Licht macht das halbe Netz sichtbar.
    Morgens, wenn man im Herbst mit dem Rad durch die Felder fährt, glitzern tausende in den ersten Strahlen. Das hat immer etwas Schönes, das den Weg leichter macht.

  2. uwe sagt:

    Das war ein Licht.
    So hell, so intensiv, so genau.
    Mitten in einem dichten Wald, ein heruntergekommenes, ehemaliges Forsthaus, zwar noch bewohnt, aber von wem eigentlich? Tiere, Menschen, Aliens? Jedenfalls sind die Außenwände voller Spinnweben und den sich darin verfangenen Blättern und anderweitigem Getier.
    Die Sonnenstrahlen fressen die Hälfte des Netzes auf. Licht schluckt Materie, macht aber auch die filigrane Formschönheit offenbar. Und legt einen transparenten Schleier über die Steine, die Rinne, den bröckelnden Putz. Man könnte fast meinen, das ganze Motiv sei unter Wasser getaucht – doch wir wissen es besser. Das Staunen aber bleibt angesichts der anmutigen Wucht dieser flüchtigen Szenografie.

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